Navigationsgeräte: Kartenumfang und Funktionen abwägen
Navigationsgeräte sind seit drei, vier Jahren DER Topseller auf dem Elektronikmarkt - freilich nicht ohne Grund. Ein Navigationsgerät ist nämlich sehr nützlich, wenn man in unbekannten Gegenden mit dem Auto unterwegs ist - und es ist aufgrund der automatischen Routenplanung und den kurzen Reaktionszeiten sehr viel komfortabler als die früher lästige Suche im Autoatlas oder in Stadtplänen.
Man unterscheidet zwei Arten von Navigationsgeräten: Zum einen die fest eingebauten, zum anderen die mobilen Navigationsgeräte. Vorab: Es ist nicht empfehlenswert, nachträglich ein festes Navigationsgerät in seinen Wagen einbauen zu lassen. Viel günstiger ist der Erwerb eines mobilen Navigationsgeräts, welches überdies auch den Vorteil hat, in anderen Wagen eingesetzt werden zu können - etwa im Wagen der Freundin oder Gattin.
Eine wichtige Rolle beim Kauf eines Navigationsgeräts spielt das benötigte Kartenmaterial. Die meisten Geräte sind mit Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgestattet. Viele Modelle haben auch Kartenmaterial für alle Länder Europa anzubieten. Man kann in den meisten Fällen Karten nachkaufen, dies kann aber unter Umständen sehr kostenintensiv sein. Deshalb sollte man sich vorher schon überlegen, welchen Kartenraum man benötigt.
Die meisten mobilen Navigationsgeräte werden mit Hilfe von Saugnäpfen an der Windschutzscheibe befestigt und haben ein Anschlusskabel für den Zigarettenanzünder. Es gibt Geräte, die auch über eine Fahrrad- bzw. Fußgängerfunktion verfügen; diese besitzen einen zusätzlichen Akku. Navigationsgeräte mit Bluetooth-Funktion können mit dem entsprechenden Handy als Freisprecheinrichtung genutzt werden. Mehrsprachig sind grundsätzlich alle Navigationsgeräte, da sie weltweit vertrieben werden.
Die Fahrzieleingabe erfolgt durch Berühren des Bildschirms, entweder mit dem Finger oder mit einem mitgelieferten Stift. Zuerst wird der Standort per GPS-Satellitenortung ermittelt, dann folgt die Berechnung durch die Navigationssoftware. Je nach Modell kann man auch die schnellste, kürzeste oder ökonomischste Route auswählen.
Auf dem Bildschirm erscheint infolge der Routenberechnung in der Regel ein Straßenkartenausschnitt mit einem Richtungspfeil. Ältere Geräte hingegen verfügen nur über eine Sprachführung.
Sehr praktisch ist die TMC-Funktion. Dabei empfängt das Navigationsgerät über ein Radiosignal aktuelle Staumeldungen.
Die meisten Navigationsgeräte bieten “Orte von Interesse” an, auch “Points of Interest” genannt. Dazu gehört das Anzeigen von Tankstellen, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten - auch entlang der Autobahn. In manchen Navigationsgeräten sind sogar komplette Fremdenführer vorinstalliert.
Es lohnt sich also, vor dem Kauf genau zu überlegen, welches Kartenmaterial und welche Funktionen man benötigt. Dann sollte man einen Online-Preisvergleich aufsuchen, erste Preise gegenüberstellen und auch einen Fachhändler vor Ort aufsuchen.
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