Finanzen

Anleger der Riester Rente erhalten mehr Rechte

Die Bundesregierung hat den so genannten “Beipackzettel” in Auftrag gegeben. Das Institut für Finanzdienstleistungen, der IFF, hat den Auftrag dankend entgegengenommen und letztendlich vorgelegt. Mit dem entworfenen Informationsblatt soll speziell die staatlich geförderte Riester Rente transparenter für die Anleger gemacht werden. Etliche Experten fordern diesen Beipackzettel seit Jahren und unterstützen diese beiden Din A4-Seiten.

Ungenügende Beratung gibt den Anlass

Aus Sicht vieler Experten ist die Beratung in Bezug auf die Riester Rente in der Regel mangelhaft, da die einzelnen Anbieter lediglich auf schnelle Abschlüsse getrimmt sind, weshalb der Endverbraucher eine für ihn unpassende Riester Rente erhält. Die Bilanz, zehn Jahre nach Einführung der Riester Rente, zeigt dies deutlich. Der Sparer hat bis zum heutigen Tage Milliarden an staatlichen Riester Rente Förderungen verschenkt. Die Möglichkeit auf Schadensanspruch besteht zwar, allerdings ist dies oft genug sehr mühsam und ist mit einem enormen Aufwand für den Verbraucher verbunden.

Umfragen belegen fehlende Information der Anleger

Eine bundesweite Umfrage ergibt indes, dass die Riester Rente Anleger in der Mehrzahl nicht genau um die jeweiligen Konditionen ihrer Verträge Bescheid wüssten. So die eigenen Angaben der Befragten Riester Rente Sparer. Das verdeutlicht, dass es in diesem Bereich Nachholbedarf gibt. Durch den Muster-Beipackzettel wurde lediglich ein erster Schritt getan. Es kann nicht als Allheilmittel angesehen werden, auch wenn es eine gute Übersicht verschafft.

Die Riester Rente ist aber besser als ihr Ruf

Viele müßige Diskussionen belasten das Image der Riester Rente erheblich. Allerdings liegt dies in der Tatsache begründet, dass die Riester Rente Zulagen nicht voll ausgeschöpft werden. Das liegt zum Teil an der nicht transparenten und komplexen bürokratischen Gestaltung rund um die Riester Rente Förderung als auch an der fehlenden Information der Anleger. Vor allem junge Familien können von der Riester Rente profitieren. So erhält ein Elternteil für ein vor 2008 geborenes Kind 185,00 Euro in jedem Jahr pro Kind. Für ab 2008 geborene Kinder beträgt die staatliche Kinderzulage indes 300,00 Euro pro Jahr und je Kind für ein Elternteil.

Fazit

Es gilt seitens der Regierung und der jeweiligen Anbieter weitere Anstrengungen zu unternehmen, um die Riester Rente weiter transparenter, nachvollziehbarer und vergleichbarer zu gestalten. Sollte dies getan werden, so wird auch das Vertrauen in dieses Instrument der Vorsorge wieder zunehmen.

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