Finanzen

Kreditkarten: Aufschlussreiches zum Plastikgeld

“Ich zahle mit Karte”, so hört man es an allen Kassen landauf und landab. Doch manch ein Kreditkarten-Besitzer wunderte sich schon, dass er mit seinem Plastikgeld höhere Beträge nicht decken konnte. Dabei dachte er bislang, die bargeldlose Zahlungsmethode sei der einfachste und schnellste Weg, Produkte aller Art käuflich zu erwerben.

Vom Prinzip her richtig gedacht – nur wusste der Käufer wahrscheinlich gar nicht, was er da in seinem Portmonee verwahrt. Denn auf die meisten Karten wird überhaupt kein Kredit gewährt; sie sind lediglich an das Girokonto gekoppelt. Nur die allerwenigsten der bunten Bezahlhilfen in Deutschland sind echte Kreditkarten und mit einem extra Verfügungsrahmen versehen.

Doch die Verwirrung geht noch weiter: Eine Eurocard ist eine Eurocard… ist eine Eurocard – falsch! Jede Bank stattet ihr Produkt mit anderen Leistungen aus. Ob Ihre Karte Versicherungen, Blumen- oder Ticketservice enthält, lesen Sie hier. Wenn Sie mehr über die verschiedenen Kartenarten, Einsatzmöglichkeiten und Abrechnungsverfahren wissen möchten, finden Sie bei uns Auskunft zu den nachstehenden Kartenvarianten.

Affinity-Card

Affinity-Cards werden von Verbänden und Vereinen zusammen mit Banken und Kreditorganisationen für eine ganz bestimmte Zielgruppe herausgegeben. Auf diesen Karten erscheint das Geldinstituts meist nur als abwickelndes Unternehmen. Das Symbol des herausgebenden Verbandes erscheint ebenso auf der Karte und wirbt somit für dessen Anliegen. “Affinity” ist ein englischer Begriff und bedeutet soviel wie Neigung oder Affinität. Der Kartenbesitzer zeigt so beispielsweise seine Verbundenheit mit dem Golfclub.

Charge-Card

Bei Charge-Cards erhält der Kartenbesitzer am Ende des Abrechnungszeitraums eine Aufstellung der Belastungen. Der gesamte Rechnungsbetrag wird per Lastschrift vom Girokonto eingezogen. American Express, Diners Club, fast alle Eurocards und viele Visa-Cards sind, wie die meisten in Deutschland herausgegebenen Plastikkarten, Chargekarten. Der Begriff “Charge” stammt aus dem Englischen und bezeichnet eine Gebühr oder etwas, was in Rechnung gestellt wird.

Co-Branding-Card

Viele Dienstleistungs- und Industrieunternehmen bieten zusammen mit einer Bank oder Kartenorganisation ihren Kunden eine Co-Branding-Card. Vorteile einer Co-Branding-Karte sind der weltweite Einsatz und die speziellen Leistungen des kooperierenden Unternehmens. Neben dem Firmenzeichen des Herausgebers erscheint auch das Logo des Unternehmens auf der Vorderseite der Kreditkarte. Beispiele für eine solche Karte sind die Mercedes-Karte oder die ADAC-Visa-Card. “Co-Branding” ist der englische Ausdruck für eine Markenpartnerschaft.

Debit-Card

Bei einer Debit-Card wird der entsprechende Betrag sofort vom Girokonto abgebucht. Sie bietet zwar die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen, räumt aber keinen Kredit ein. Die bekannteste Debit-Card in Deutschland ist sicherlich die EC-Karte, die außerhalb Europas allerdings nur sehr begrenzt akzeptiert wird. Debit-Cards sind demnach immer nur ein Bestandteil einer Giroverbindung und keine eigenständige Kreditkarte. Der englische Begriff “Debit” bezeichnet einen Schuldposten, einen Wert, der auf der Sollseite verbucht wird.

EC-Karte

Die EC-Karte ist die in Deutschland meist verbreitete Geld-Karte. Sie wurde 1972 als Scheckkarte eingeführt und konnte sich zu einem eigenständigen Zahlungsmittel entwickeln. Die EC-Karte ist eine Debit-Card und wird von den meistens Händlern in Europa akzeptiert. Sie wird gleichzeitig als Kundenkarte genutzt und enthält in den meisten Fällen einen aufladbaren Chip, der es ermöglicht, sie als Geldkarte einzusetzen.

Geldkarte

Eine Geldkarte ist eine EC-Karte mit einem zusätzlichen Chip. Sie kann durch Abbuchung vom Konto mit bis zu 400 DM aufgeladen werden und zur Zahlung auch von Kleinstbeträgen an Automaten eingesetzt werden. Beim Kauf einer Ware oder Dienstleistung bei einem entsprechend eingerichteten Anbieter wird das Guthaben auf dem Chip um den zu zahlenden Betrag reduziert. Geldkarten sind keine Kreditkarten; der Kunde gewährt damit der Bank ein zinsloses Darlehen, das sich diese nach und nach zurückholt.

Kreditkarte

Bei einer Kreditkarte wird dem Kunden ein eigener Kreditrahmen eingeräumt. Sie bietet die Möglichkeit, den in der monatlichen Rechnung ausgewiesenen Gesamtbetrag in einer Summe oder in Raten zu zahlen. Die Ausgabe einer Kreditkarte erfolgt in der Regel gegen eine Jahresgebühr. Nach der Registrierung seiner Daten erkennt ein Kunde die Zahlung durch seine Unterschrift an. Die Rechnungen werden ihm üblicherweise monatlich belastet. Die meisten deutschen Banken bieten allerdings keine echten Kreditkarten an, da der Inhaber einer Charge-Card sein Konto überziehen kann, was in vielen Ländern nicht möglich ist.

Kundenkarte

Eine Kundenkarte ist eine von einem Unternehmen an seine Kunden ausgegebenen Karte, die in der Regel nur bei dem Unternehmen selbst als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Bei dieser Karte erfolgt die Abbuchung üblicherweise einmal im Monat. Vielfach wird eine Kreditkartenfunktion mit der Möglichkeit, gegen Berechnung von Zinsen in Raten zu zahlen, angeboten. Kundenkarten werden beispielsweise von Tankstellen und Kaufhäusern ausgegeben.

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