Finanzen

Steuerberatung – wer, warum und für wen?

Die meisten Menschen werden an ihren Steuerberater und die dazu gehörende Steuerberatung zum Beginn des neuen Jahres erinnert, wenn es an der Zeit ist, sich die Steuererklärung vorzunehmen und aufzuarbeiten. Viele Menschen sind der Meinung, dass sie die Steuererklärung schnell mal selbst machen können, gewissermaßen so auf die Schnelle, doch das kann auch schief gehen.

Es liegt nicht daran, dass diese Leute nicht wissen, was sie auszufüllen haben, sondern daran, dass sie die neuesten Gesetzesänderungen, Verordnungen und Durchführungsbestimmungen nicht kennen, also nicht auf dem Laufenden sind. Dadurch können sie unbewusst Geld verschenken, weil sie bestimmte Positionen nicht oder falsch aufführen.

Wenn man ein relativ gutes Einkommen hat, dann sollte man sich als Privatmann schon um eine Steuerberatung kümmern. Dabei ist es egal, ob man sich an einen selbständigen Steuerberater wendet, oder einen Lohnsteuerhilfeverein mit der Beratung beauftragt.

Wer darf eine Steuerberatung durchführen?

Aber wer darf überhaupt eine Steuerberatung durchführen und was sind seine sonstigen Aufgaben?

Eine Steuerberatung, als bezahlte Dienstleistung, darf nur ein ausgebildeter Steuerberater durchführen, der eine Steuerberaterprüfung im Sinne des § 37 des Steuerberatungsgesetz (StBerG) abgelegt und bestanden hat und von der Steuerberaterkammer als Steuerberater bestellt wurde. Ob er dann in einer Kanzlei arbeitet oder sich selbständig macht, spielt keine Rolle.

Steuerberater arbeiten oft mit Unternehmen zusammen

Ein Steuerberater arbeitet aber vielmehr auch mit Unternehmen zusammen, da er hier ein größeres Betätigungsgebiet hat als die Erstellung der Steuererklärungen. Er sieht seine Vorbehaltsaufgaben hauptsächliche in der Rechtslehre, dem Berufsrecht (Qualitätssicherung und Risikomanagement), dem Abgaberecht, einschließlich dem Abgabenverfahrensrecht und dem Rechnungswesen, inklusive der Buchhaltung und Lohnbuchhaltung.

Eine Steuerberatung kann auch über Insolvenz oder eine Liquidation erfolgen, sofern der Mandant diese Möglichkeiten nutzen muss. Ebenso wichtig sind Themen, wie die steuerliche Beratung und Vertretung, die Erstellung von Jahresabschlüssen und von Abgabenerklärungen, sowie die betriebswirtschaftliche Beratung der Klienten.

Wichtig bei der Steuerberatung ist eine gute und loyale Interessensvertretung

Ein Steuerberater muss seine Steuerberatung so aufbauen und ausführen, dass sein Mandant das Gefühl hat, dass er gut vertreten wird. Eine Steuerberatung sollte auch gut vorbereitet sein und dem Klienten Zeit lassen, seine Fragen und Anliegen ausführlich vorbringen und besprechen zu können. Zu einer guten Beratung gehört ebenfalls, dass der Steuerberater seine Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft erfüllt, dass er in allen Angelegenheiten Verschwiegenheit bewahrt und dass er sich loyal zu seinem Klientel verhält.

Auf dieser Basis wird es für den Steuerberater und seinem Mandanten möglich sein, eine vertrauensvolle Steuerberatung zu beginnen.

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