Ein Handy ohne Vertrag: Die billigste Lösung
Wenn man ein Handy ohne Vertrag kauft, kommt man in aller Regel billiger weg als bei einem Subventionshandy zum Vertrag.
Es klingt zunächst einmal unlogisch: Ein Ein-Euro-Handy, das man zu einem Vertrag dazu bekommt, ist für den Kunden in der Regel viel teurer als das gleiche Handy zum Neupreis. Doch dahinter steht die Subventionspraxis der Mobilfunker, die den Kunden in den meisten Fällen teuer zu stehen kommt. Zwar bekommt man bei Vertragsabschluss auf Wunsch ein Handy dazu, das entweder gar nichts kostet oder nur eine geringe Zuzahlung. Die Bandbreite der Zuzahlung ist dabei sehr groß und reicht von wenigen Euro für ein Einsteiger-Handy bis zu dreistelligen Beträgen für ein hochwertiges Gerät. Der Knackpunkt: Mit der Zahlung dieses Betrags hat man das scheinbar so günstig erstandene Handy noch keineswegs abgegolten.
Denn billige Handys gibt es nicht zu allen Tarifen, sondern nur zu den Angeboten, an denen die Provider ordentlich verdienen. Bei Discountern wie Aldi, simyo oder Fonic, die sehr günstige Minutenpreise haben, wird man Subventionshandys vergebens suchen. Anders sieht es aus bei den vier Mobilfunk-Netzbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2, und auch bei den großen Providern wie debitel oder Talkline. Zwar bekommt man auch dort Tarife ohne Handy, doch diese sind günstiger bei den Fixkosten - wenn auch nicht so günstig wie die Angebote der Discounter. Die üblichen Tarife mit Handy bei den großen Anbietern hingegen haben schlechtere Konditionen: entweder es fällt eine Grundgebühr an, die man bei den Billiganbietern vergebens sucht, oder aber man muss Minutenpakete abtelefonieren, einen Mindestumsatz erfüllen und so weiter.
Sprich: Der Provider hat nichts zu verschenken und gibt dem Kunden nur dann ein Subventionshandy, wenn er es sich leisten kann. Der Kunde muss die scheinbar so billigen Handys also durch hohe Fixkosten abzahlen und auch höhere Minutenpreise in Kauf nehmen, die teilweise mehr als doppelt so hoch sind wie bei den Discountern. So kann das scheinbare Billighandy leicht einen dreistelligen Betrag zusätzlich kosten - soll heißen: wenn man das Handy neu gekauft und in einen günstigen Tarif eingestiegen wäre, hätte man 100, 200 oder manchmal sogar 300 Euro Schnitt gemacht.
Richtschnur für den Kunden: Ein subventioniertes Handy lohnt sich nur in besonderen Fällen, etwa, wenn man einen besonderen Datentarif braucht, den es nur beim Anbieter X gibt, oder wenn man ein besonders teures Handy ausgesucht hat. Ansonsten fährt man erheblich günstiger, wenn man das Gerät selbst kauft und einen billigeren Tarif nimmt.
Popularity: unranked
Keine Kommentare »
Noch keine Kommentare.
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI
Einen Kommentar hinterlassen