Roaming ab 1. Juli 2010: Infos und Preise
Wer in den Urlaub fährt, der will telefonisch erreichbar sein und natürlich auch mal zuhause anrufen – und zwar via Handy, egal ob im In- oder im Ausland. Früher musste man sich dafür Calling Cards besorgen, deren Guthaben freirubbeln und sich von fremdsprachigen Operatoren durchstellen lassen. Das alles ist dankenswerterweise passé, seit es das Handy gibt. Allerdings haben Handygespräche im Ausland, so bequem sie auch sind, einen entscheidenden Nachteil: das Telefonieren kann richtig teuer werden.
Grund dafür ist das so genannte “Roaming”. Darunter versteht man das Tätigen oder Empfangen von Anrufen in einem anderen Netz als das eigene Netz. Mit anderen Worten: Wer im Ausland telefoniert oder angerufen wird, wer SMS schreibt oder versendet und wer mobil ins Internet geht oder E-Mails abruft, zahlt Roaming-Gebühren. Die Nutzung von Handy und Smartphone wird so schnell zur teuren Kostenfalle.
In Zahlen bedeutet das (Stand: 1. Juli 2010): Ausgehende Roaming-Anrufe kosten in den EU-Ländern maximal 39 Cent pro Minute, eingehende Anruf maximal 15 Cent je Minute und Daten-Roaming maximal 80 Cent pro MB UP- und Download. Wer diese Roaming-Gebühren teuer findet, dem sei gesagt, dass das Telefonieren um ein Dreiviertel (!) günstiger ist als noch 2005! Kein Wunder, dass viele Verbraucher da erschrocken, als sie Ihre Rechnung erhielten.
Nach den diversen Preissenkungen gibt es nun eine Richtlinie, die Verbraucher in der EU zusätzlich vor unliebsamen Kostenfallen schützen soll – nämlich die Roaming-Kostensperre, die man bei seinem Anbieter angeben kann. Bis zu diesem Betrag kann man telefonieren oder surfen, danach wird die Roaming-Möglichkeit gekappt – es sei denn, man erteilt seinem Mobilfunkanbieter eine explizite Freigabe. Wer keinen Sperrbetrag bei seinem Mobilfunkanbieter definiert, für den gilt eine monatliche Maximalsumme von 59,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Hat ein Nutzer 80 Prozent seiner Deckelung erreicht, bekommt er von seinem Netzbetreiber eine SMS als Warnung. Geschickt.
Alle Angaben ohne Gewähr.
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