Die DSL-Familie: ADSL, SDSL, VDSL und weitere DSL-Formen
Wenngleich allgemein nur die Rede ist von “DSL”, wenn es ums schnelle Internet geht, so gibt es doch zahlreiche Formen, die sich alle hinsichtlich Upload- und Downloadgeschwindigkeit unterscheiden. In Deutschland gibt es nur ADSL (= DSL, wie es der Normalverbraucher kennt) sowie SDSL (vornehmlich für Businesskunden) und VDSL (in diversen Großstädten).
Weitere DSL-Formen gibt es hierzulande nicht, vielmehr wurden die hier aufgeführten DSL-Formen in anderen Ländern eingerichtet, etwa in den USA.
ADSL
ADSL, die mit Abstand am weitesten verbreitete Form aller DSL-Varianten, steht für “Asymmetric Digital Subscriber Line”. Die ADSL-Technologie greift auf Kupferkabel zurück; die Datenübertragung erfolgt also über das herkömmliche Telefonnetz.
ADSL Light
UADSL steht für “Universal Asymmetric Digital Subscriber Line” und ist auch als “ADSL light” bekannt. Diese Art der ADSL-Technologie kommt, beziehungsweise kam, vor allem in den USA zum Einsatz – mittlerweile nämlich gilt UADSL als überholt.
HDSL
HDSL ist die älteste DSL-Variante. Die steht Abkürzung für “High Data Rate Digital Subscriber Line”. Mit HDSL lassen sich Übertragungsgeschwindigkeiten von 1,544 Mbit/s beziehungsweise bis zu 2,048 Mbit/s realisieren.
IDSL
IDSL steht für “ISDN Digital Subscriber Line”. Mittels dieser DSL-Variante lassen sich Geschwindigkeiten von bis zu 144 kBit/s in beide Richtungen erreichen.
IDSL lässt sich theoretisch von jedem ISDN-fähigen Telefonanschluss nutzen, unabhängig von der Entfernung zu Knotenpunkten.
SDSL
SDSL – hervorgegangen aus der älteren HDSL-Technologie – ist eine DSL-Variante, die vor allem für Business-Kunden interessant ist. Zum einen, weil die Preise für eine SDSL-Leitung in den meisten Fällen deutlich über den ADSL-Tarifen für Privatverbraucher liegen, zum anderen, weil SDSL schnelle Upstreams ermöglicht.
SDSL steht für “Symmetric Digital Subscriber Line” – die Geschwindigkeit der Leitung ist symmetrisch, also gleich groß in beide Richtungen (Up- und Downstreams).
UADSL
UADSL steht für “Universal Asymmetric Digital Subscriber Line” und ist auch als “ADSL light” bekannt. Diese Art der ADSL-Technologie kommt, beziehungsweise kam, vor allem in den USA zum Einsatz – mittlerweile nämlich gilt UADSL als überholt.
VDSL
VDSL ist die Abkürzung für “Very High Bitrate Digital Subscriber Line”. Es handelt sich dabei um eine asymmetrische Technologie – die Downstream-Raten sind stets schneller als die Upstream-Raten. Früher bezeichnete man VDSL auch als BDSL (“Broadband Digital Subscriber Line”.
Voraussetzung für die Einrichtung einer VDSL-Leitung ist ein so genanntes Hybridnetz, welches sich aus Glasfaser- und Kupferleitungen zusammensetzt.
XDSL
Hinsichtlich der zahlreichen DSL-Varianten bzw. Techniken spricht man in der Regel von “xDSL” – unter diesem “Dachbegriff” werden alle erdenklichen DSL-Varianten zusammengefasst. Das “x” steht dabei als Platzhalter für einen Buchstaben, der die jeweils gemeinte DSL-Variante bezeichnet – etwa ADSL, SDSL oder VDSL.
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