Internet

DSL Verfügbarkeit nimmt nur langsam zu


Aller Voraussicht nach wird in dünn besiedelten Regionen auch auf lange Sicht kein DSL zu bekommen sein. Dort müssen sich die Bürger anderweitig aushelfen.

Eine flächendeckende Versorgung in Deutschland wird ein Traum bleiben; darüber sind sich alle Experten einig. Immer wieder haben die großen Netzbetreiber, allen voran die Deutsche Telekom, keinen Zweifel daran gelassen, dass ein DSL Ausbau nur dort stattfinden kann, wo er für das Unternehmen wirtschaftlich ist. Somit ist eine wirklich bundesweite DSL Verfügbarkeit heute und in absehbarer Zukunft hierzulande nicht gegeben. Wenn die DSL Anbieter von “bundesweiter Verfügbarkeit“ sprechen, meinen sie eine Verteilung über alle Regionen des Bundesgebiets - was jedoch nicht heißt, dass die Produkte in jeder Region auch flächendeckend zu bekommen sind.

Wenn in der Region des eigenen Wohnorts kein DSL liegt, müssen sich die Bürger um Alternativen kümmern. Mittlerweile gibt es auch diverse Initiativen von Kommunen und alternativen Anbietern in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, doch nicht alles ist von heute auf morgen realisierbar. Eigeninitiative ist also gefragt. Das beste Beispiel dafür ist die westfälische Gemeinde Hegensdorf, die sich im Jahr 2007 ihren DSL Zugang einfach selbst gegraben hat. Da dies aber sicherlich nur für wenige Gemeinden in Frage kommen wird, sollten sich Interessenten am besten mit den verfügbaren Alternativtechniken befassen.

In vielen deutschen Regionen kann man auch mit einem Fernseh-Kabelanschluss ins Internet gehen und telefonieren. Diese Zugänge sind vergleichsweise preiswert und von der technischen Tragfähigkeit etwa mit DSL vergleichbar. Bundesweit, und diesmal wirklich bundesweit unabhängig vom Wohnort, kommt etwa die Satellitentechnik in Frage. Man muss allerdings bedenken, dass die monatlichen Kosten merklich höher liegen werden als bei einem terrestrischen Breitbandanschluss. Als zweite Alternative kommt in Zugang per Funk in Frage, aber nur dort, wo bauliche und geografische Hindernisse nicht im wahrsten Sinne des Wortes im Weg stehen. Als vierte Möglichkeit bleibt der Zugang über die Steckdose, der allerdings bislang nicht besonders viele Fans gefunden hat.

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