Internet

Ein VoIP-Account ermöglicht kostenlose Telefonate


Wenn man einen VoIP Account hat, kann man mit Kunden des gleichen Anbieters kostenlos telefonieren.

Die Internettelefonie, kurz VoIP genannt (Abkürzung für Voice over IP, also Sprache übers Internet-Protokoll), hat ihren Siegeszug längst auch unter den Privatkunden angetreten. Auch in Deutschland kann man unter immer mehr DSL und VoIP Anbietern wählen, die ihren Kunden teilweise sogar einen Komfort bieten, wie man ihn sonst nur aus dem Festnetz kennt - Halten, Makeln, Clip-Funktion, Rückfrage oder Anklopfen. Ähnlich wie bei einem ISDN-Telefonanschluss bekommt man bei manchen VoIP-Anschlüssen auch zwei, drei oder sogar vier Rufnummern zur Verfügung gestellt. Wenn die Sprachqualität stimmt, unterscheidet sich die Internettelefonie bei einem renommierten Anbieter kaum noch von der des Festnetzes - zumal auch im Festnetz immer mehr Gespräche übers Internet abgewickelt werden, ohne dass die Kunden dies merken. Schätzungen gehen davon aus, dass 50 bis 70 Prozent der heutigen Festnetzgespräche eigentlich Internetgespräche sind.

Doch die Sprachqualität ist immer noch ein Knackpunkt. Nicht selten rauscht es in der Leitung, es knackt, oder es kommt zu Satzabbrüchen. Solche Störungen treten meistens nur unregelmäßig auf. So kann es sein, dass man sich über die meiste Zeit klar und gut hört, alle paar Minuten aber verschwinden plötzlich die letzten beiden Wörter eines Satzes, so dass der Gesprächspartner nachfragen muss. Die Provider versichern immer wieder, dass solche Störungen nur selten vorkämen, doch nach Berichten von Kunden sind solche Probleme weithin bekannt - übrigens auch von Festnetz-Nutzern, die gegen ihren Willen übers Internet telefonieren. Einen Anspruch auf eine Festnetzleitung hat man übrigens nicht.

Als Kunde kann man nur bedingt darauf einwirken, welche Qualität ein VoIP Telefonat hat. Wichtig ist es, auf eine ausreichende Bandbreite zu achten. Mindestens 2 Mbit/s sollte die Leitung erreichen, wenn man gleichzeitig surfen und telefonieren will. Ohne einen DSL-Anschluss sollte man es erst gar nicht versuchen. Wer sein altes Telefon weiternutzen will, braucht dafür einen passenden DSL Router.

Kostenlos sind übrigens nur solche Gespräche, die von Rechner zu Rechner geführt werden, und auch nur dann, wenn beide Kunden beim gleichen Provider sind bzw. Partnerverträge mit anderen Anbietern haben. Alle anderen Gespräche, also zu herkömmlichen Festnetzanschlüssen oder zu einem Mobiltelefon, werden berechnet. Wirklich kostenlos ist es für den Kunden aber nur dann, wenn für den grundsätzlich entstehenden Traffic keine Kosten anfallen. Wer häufiger übers Internet telefoniert, sollte sich am besten eine Flatrate zulegen.

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