LTE – das Turbo-Internet startet
Eigentlich ist es erschreckend: Acht Prozent (!) der deutschen Haushalte haben kein Breitband-Internet – und das obwohl der erste DSL-Anschluss bereits Ende der 1990er Jahre in Deutschland geschaltet wurde. LTE aber soll Schluss machen mit langen Ladezeiten und langsamen Downloads und auch die letzten “weißen Flecken” auf der DSL-Landkarte schließen. Im Frühjahr 2011 wollen die deutschen Netzbetreiber mit der neuen Mobilfunktechnik LTE starten und somit hunderprozentige Breitbandabdeckung in Deutschland garantieren. Versorgungslücken sollen dann endgültig der Vergangenenheit angehören – zunächst einmal ungeachtet der Tatsache, dass ein LTE-Nutzer für seine Breitband-Versorgung vielleicht mehr zahlen muss als ein DSL-Nutzer.
Die neue Mobilfunk-Generation LTE steht für “Long Term Evolution” und verspricht nicht nur eine Beschleunigung des mobilen Internets, vielmehr wird LTE auch dort empfangbar sein, wo es kein DSL gibt. LTE ermögliche Downloads mit bis zu 50 MBit/s und Uploads bis zu 10 MBit/s, heißt es – das ist aber nur der Idealfall, in der Praxis dürfte die Bandbreite (deutlich) geringer ausfallen.
LTE im Vergleich mit DSL 6000 zeigt aber einen rasanten Mehrwert: Ein Video-Download mit 20 MB Volumen würde mit LTE 50 Mbit/s gerade mal 3,2 Sekunden dauern, derweil der Download mit DSL 6 Mbit/s fast 30 Sekunden dauern würde. Man darf gespannt sein auf die auswirkungen in der Praxis!
Der LTE-Ausbau erfolgt relativ schnell, weil keine Tiefbau- oder Kabelarbeiten dafür erforderlich sind. Bestehende Mobilfunk-Basisstationen werden vielmehr “einfach” mit LTE aufgerüstet, was auch eine hohe Reichweite des LTE-Signals verspricht. Noch fehlt es an verbreiteter LTE-Hardware, aber auch hier tut sich einiges. Vodafone hatte als erster Telekommunikationsanbieter einen LTE-Surfstick vorgestellt, hergestellt von Samsung.
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