Internet

Taktung bei mobilen Internettarifen kann für Verbraucher ungünstig sein


Stefan, 19 Jahre und begeisterter Fußballfan, kann das wichtige Spiel seiner Mannschaft am Samstag nicht sehen. Doch Stefan hat Glück, er besitzt ein Netbook mit Surfstick, so dass er sich auch von unterwegs ins weltweite Netz einloggen und den aktuellen Spielstand abrufen kann. Wenn er allerdings wüsste, wie viel Traffic er mit diesem kurzen Check verbraucht hat, würde er sich nicht mehr so glücklich schätzen. Denn je nach Provider rattert der Zähler rasend schnell herunter, auch wenn der Nutzer gar nicht viel Volumen verursacht hat.

10, 100 oder 400 KB - UMTS-Abrechnungstaktungen unterscheiden sich erheblich

Dieses Problem kennt fast jeder vom Telefonieren: Man erwischt nur den Anrufbeantworter, legt direkt wieder auf und muss trotzdem in manchen Tarifen für fünf Minuten bezahlen. Dass ähnliche Praktiken auch beim Surfen im mobilen Internet gang und gäbe sind, darauf weist die Breitband-Infoseite www.dsl-magazin.de jetzt hin. Getaktet, also abgerechnet, wird in den derzeitigen Tarifen mal alle zehn Kilobyte (KB), die beim Surfen erreicht wurden, und mal alle 100 oder 400 KB. Entscheidend ist dabei nicht, dass man einen 400 KB-Block verbraucht hat, sondern dass er angefangen wurde - wie beim Telefonieren: fünf Sekunden telefoniert, für fünf Minuten gezahlt. Eine Abrechnung in kleinen Blöcken ist also ähnlich günstig wie eine Sekundentaktung beim Telefonieren: Wer wenig versurft, hat wenig zu zahlen.

Wer nur kurz das mobile Internet nutzt, kommt bei großer Taktung schlecht weg

Die ungünstige Taktung bei UMTS-Tarifen schlägt selbst dann negativ zu Buche, wenn man eine Flatrate gebucht hat. Zwar gibt es vielfach kein Datenlimit, allerdings wird der Nutzer ab einer bestimmten Grenze eingebremst auf GPRS-Schneckentempo. Und diese Grenze ist schneller erreicht, wenn in größeren Blöcken gerechnet wird. Sprich: Je schlechter die Taktung, desto eher kommt die Speed-Bremse. Das wird je nach Anbieter sehr unterschiedlich gehandhabt. Bildmobil und Base zum Beispiel takten kundenfreundlich alle zehn KB, bei Tchibo hingegen wird alle 400 KB ein neuer Datenblock angefangen. Bevor man sich für einen Tarif entscheidet, sollte man also das eigene Surfverhalten checken: Wer häufig kurzzeitig online geht, kommt bei einer Taktung in großen Blöcken ganz schlecht weg.

UMTS-Tarifrechner für mobiles Internet nutzen

Beim Tarifrechner für mobiles Internet auf DSL-Magazin.de findet man mit wenigen Klicks heraus, welcher Tarif in Frage kommt und was er mit und ohne Hardware kostet. Man kann zwischen Prepaid- und Laufzeittarifen wählen sowie den Gültigkeitszeitraum bestimmen (etwa Tages- oder Monatsflatrate) und das gewünschte Netz aussuchen. Auch die Taktung kommt zur Sprache: Damit weiß unser Stefan also genau, was sein Fußball-Ausflug mit welchem Tarif kostet.

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