Postbank: Fußball-Weltmeisterschaft rentiert sich für deutsche Unternehmen
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010, die ab dem 11. Juni in Südafrika steigt, lohnt sich auch für deutsche Unternehmen, wie die Postbank errechnet hat. Selbst Branchen, die vermeintlich nichts mit Fußball zu tun haben, profitieren von dem Besuch von Fußballfans aus aller Welt in Südafrika – etwa die Kreuzfahrten-Industrie. Da in Südafrika mehrere tausend Hotelbetten fehlen, entsenden deutsche Unternehmen Kreuzfahrtschiffe in die Häfen der WM-Städte. Dort können Fußballfans mit gehobenen Ansprüchen dann übernachten.
Fan-Meilen und Public Viewing sorgen für Umsatz zur Fußball-Weltmeisterschaft
Im Inland sorgen derweil die Fan-Meilen und Public Viewing-Zonen, die uns von der WM 2006 in Deutschland noch hinreichend im Gedächtnis sind, für Umsatz. Denn wo gemeinsam gefeiert wird, da freuen sich örtliche Event- und Service-Agenturen, Getränkelieferanten, Bäcker oder Metzger über Umsatz außerhalb des Tagesgeschäfts. Aber auch Unternehmen von überregionaler Bedeutung profitieren von diesen Veranstaltungen, beispielsweise Brauereien, Anbieter von Public Viewing Modulen (beispielsweise Leinwände) oder Security-Firmen.
Elektronikbranche laut Postbank ebenfalls ein Gewinner
Nicht zu vergessen die Elektronik-Branche: Die Fußball-WM in Südafrika 2010 ist die erste, die in HD übertragen wird. Das kurbelt den Verkauf von HD-Fernsehern und HD-Receivern fraglos an, wie schon die vergangenen Wochen gezeigt haben. Denn so unglaublich es klingt, so naheliegend ist es auch: Nach Weihnachten sind die Preise für HDTV gestiegen, da die Technik infolge der Olympischen Winterspiele erstmals auch in den Öffentlich-Rechtlichen und den Privaten zum Einsatz kommt.
Postbank: Auch südafrikanische Wirtschaft profitiert
Auch die südafrikanische Wirtschaft profitiert von der Fußball-WM – vor allem die Baubranche, denn in Stadien und Infrastruktur wurden 2,8 Milliarden Euro investiert, was enorm viel ist für ein Land wie Südafrika. Die Investitionen für die Fußball-WM summieren sich dort auf mehr als ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts – bei der WM 2006 in Deutschland machten die Investitionen dagegen nur 0,3 Prozent der inländischen Wirtschaftsleistung aus.
Südafrika erwartet in den Stadien drei Millionen Fans, eine halbe Million soll aus dem Ausland kommen. Naheliegend, dass viele Fußballfreunde das mit einem Urlaub oder einer Reise durchs Land kombinieren.
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