Wohnen

Mehr Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz im “Smart Home”


Anlässlich der Internationalen Funkausstellung in Berlin meldet das das Unternehmen ScatterWeb, dass nun die technischen Voraussetzungen für das so genannte “Smart Home” geschaffen sind. Über die Verbindung von fernauslesbaren Stromzählern und einem selbstkonfigurierenden Funknetz wird zunächst die Verbrauchsdatenmessung im Bereich Strom vollständig automatisiert.

“Diese neue Smart-Metering-Lösung ermöglicht eine Datenerfassung im 15-Minuten-Takt. Der Konsument erhält erstmals eine sehr detaillierte Auflistung und einen Anreiz, gezielt Strom zu sparen”, erläutert ScatterWeb-Geschäftsführer Christian Huthmacher. Der Einsatz des Funknetzes wird mittelfristig aber auch auf andere Bereiche der Haustechnik ausgeweitet. “Im intelligenten Haus der Zukunft können so zum Beispiel Brandmelder automatisch vernetzt und überwacht werden. Der Komfort würde über die Steuerung von Licht und Jalousien oder die Schaltung von Steckdosen erhöht.”

Kern der Lösung sind winzige Funkmodule, die an den Verbrauchszählern, Heizkörpern oder Brandmeldern angebracht werden. Selbstkonfigurierend ist das System deshalb, weil sich die einzelnen Module nach dem Einschalten eigenständig einen gleich gearteten Nachbarn suchen. Binnen kurzer Zeit hat sich auf diese Weise ein Netz aufgebaut, über das etwa Messdaten transferiert werden können. Da die Informationen quasi von einem Funkknoten zum nächsten springen, wird auch von einem “Multihop”-System gesprochen. Sollte eines der Module einmal ausfallen, bricht das Netz nicht zusammen, da dann einfach der nächste Artgenosse angesteuert wird. Der unsichtbare Datenweg mündet schließlich in einem angeschlossenen Backend-System wie beispielsweise SAP, wo die Informationen eingelesen und weiter verarbeitet werden können. Durch die derzeit im Aufbau befindlichen Netze zur Fernauslesung der Stromzähler wird eine Datenverbindung zwischen leistungsfähigen Servern und fast jeder Wohnung gelegt, die in Zukunft auch in verschiedenen Bereichen des intelligenten Heims genutzt werden wird.

Die Steuerung von Heizung, Lichtschaltern oder Rollläden erfolgt über Module, die anhand der ermittelten Messdaten einen entsprechenden Impuls bekommen. “Wer beispielsweise beim Verlassen des Eigenheimes vergessen hat, im Badezimmer das Licht zu löschen, kann sicher sein, dass das Haus selbst diese Nachlässigkeit für ihn ausbügelt”, konkretisiert Christian Huthmacher. Neben der Transparenz beim Verbrauch und nachhaltigen Einsparungen im Bereich der Energie profitiert der Verbraucher auch von der erhöhten Sicherheit. Über Funk vernetzte Brandmelder reduzieren die Risiken eines Feuers. “Der Ausbruch eines Brandes wird sehr schnell in jeden Winkel eines Hauses gemeldet und sofort Alarm ausgelöst. Auf diese Weise werden wertvolle Sekunden gewonnen, die für das Erreichen einer Fluchtmöglichkeit entscheidend sein können”, so Christian Huthmacher weiter. In mehrstöckigen Gebäuden möchte gerade der Bewohner im fünften Stock frühzeitig informiert sein - insbesondere dann, wenn der Brandherd in einem unteren Stockwerk ausbricht.

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